Der Meister und seine Malschülerinen
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Georg Müller vom Siel (1865 - 1939)

Georg Bernhard Müller vom Siel wurde am 13. Juni 1865 als jüngstes von 12 Kindern des Kaufmanns Johann Hinrich Müller und seiner Frau Anna Amalie in Großensiel geboren. Die Oberrealschule Oldenburg verließ er im Alter von 15 Jahren, um als 16-Jähriger 1880 nach New York zu reisen.

1882/83 studierte er an der Königlich Bayrischen Akademie der Bildenden Künste in München bei dem Adolf-Lier-Schüler Joseph Wenglein (1845 - 1919) und besuchte 1884/1885 die Kunstakademie in Antwerpen. Nach seinem zweiten Amerika-Aufenthalt 1885 lebte und studierte Müller vom Siel von 1886 bis 1889 in Paris. Im Jahre 1890 hielt er sich dann in Berlin auf. Dort war er 1894/95 Meisterschüler des Landschaftsmalers Hans Frederik Gude (1825 - 1903).

Im Jahr 1889 kam Georg Müller vom Siel aus Frankreich zurück und wurde während seiner Wanderung in der Ahlhorner Heide auf das einsame Geestdorf Dötlingen aufmerksam. 1896 entschloss er sich in Dötlingen zu bleiben und hier künstlerisch tätig zu werden.

Er war einer der bekanntesten Maler Dötlingens in der Blütezeit der Malerkolonien zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts, die sich zwischen Worpswede, Dangast und Dötlingen bewegten.

In seiner Dötlinger Malschule, vorerst im Vokmannschen Lehmschuppen und später im Haus Meineck, dem heutigen Bremer Schullandheim, unterrichtete Georg Bernhard Müller vom Siel Töchter bürgerlicher Bremer Familien, die in künstlerische Berufe strebten.

Es handelte sich um Frauen, die bereits eine eigene umfassende Ausbildung erhalten hatten und versuchten, für die Kunst zu leben und auch mit der Kunst ihre Existenz zu sichern.

 
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