Geschichte
 

Seit Januar 2013 ist die „Dötlingen Stiftung“ Eigentümerin der ersten Malschule des berühmten Dötlinger Künstlers Georg Bernhard Müller vom Siel.

Es handelt sich bei dem denkmalgeschützten Fachwerkgebäude um eine Bauernkate des Altenteilerhofs Volkmann aus dem Jahr 1887. Dieses Gebäude wurde in die Liste der erhaltenswerten baulichen Anlagen in Dötlingen aufgenommen. Es wurde zeitweise als Stall- und Wirtschaftsgebäude genutzt, jedoch die Spuren einer ehemaligen Malschule sind noch vorhanden.

Ende des zwanzigsten Jahrhunderts wurden das Reetdach und der äußere Lehmverputz aus Mitteln der Dorferneuerung restauriert.

Fast ein Jahr hat es gebraucht, bis die umfassenden Restaurierungsarbeiten abgeschlossen werden konnten. Um so größer ist jetzt die Freude darüber, dieses ortsbildprägende und historisch bedeutsame Gebäude seiner neuen Bestimmung zuführen zu können.

Die Dötlingen Stiftung hat durch ihr Engagement dazu beitragen, dieses Gebäude zu erhalten bzw. es wieder in einen für kulturelle Zwecke nutzbaren Zustand zu versetzen.

Mit dem Umbau des denkmalgeschützten Gebäudes wurde der ursprüngliche, historisch belegte Zustand als Künstlerhaus wiederhergestellt.

Zur Erinnerung an den Mitbegründer der historischen Künstlerkolonie Dötlingen und Betreiber einer der ersten Malschulen in diesem Gebäude erhält die Lehmkate den Namen "Müller vom Siel-Kate".

Auch die erste Ausstellung im Galerieraum wurde dem Namensgeber und Mitbegründer der historischen Künstlerkolonie Dötlingen gewidmet. Bilder des Malers Georg Bernhard Müller vom Siel zieren die neu verputzten Wände.

Vor dem Gebäude hat ein "Dötlinger Urgestein" einen angemessenen Platz im Dorf (wieder-)gefunden. Es handelt sich um einen 5,3 Tonnen schweren Findling aus der Saale-Eiszeit, der vor 25 Jahren am Geveshauser Kirchweg "aus dem Boden gewachsen" ist.

Der Huder Künstler Wolf E. Schultz hat ihn an Ort und Stelle zu einem Brunnenstein bearbeitet. Zwischenzeitlich hatte er eine Bleibe am Wohnort des Künstlers, doch jetzt kehrte er zurück nach Dötlingen und wurde im Rahmen des Festaktes enthüllt.

In dem Haus sollen Künstler für einen zeitlich begrenzten Zeitraum leben und arbeiten können. Ein in dieser Zeit geschaffenes Kunstwerk soll nach Ablauf der Periode der Gemeinde Dötlingen überlassen werden. Durch diese Einrichtung erhofft sich der Projektträger wichtige nachhaltige Impulse für den Tourismus und die Weiterentwicklung von Kunst und Kultur in Dötlingen.

Die regional und überregional bestehende Bedeutung des Ortes wird erheblich aufgewertet. Außerdem unterstützt sie den o.g. Künstleraustausch.

Das Erdgeschoss:

Straßenseitig ist im Innenraum ein geräumiges Atelier entstanden.

Im hinteren ehemaligen Wohntrakt sind eine Küche sowie ein Sanitärbereich eingerichtet worden.

Das Obergeschoss:

Um das Gebäude auch vorübergehend für Kunst schaffende Gäste als Herberge anbieten zu können, wurde das Obergeschoß entsprechend ausgebaut.

Durch den Einbau einer offenen Galerie wurde Platz für einen kleinen Schlafraum mit Duschbad geschaffen.

Finanzielle Förderung des Bauvorhabens und Umsetzung:

durch private Spenden

durch Förderung aus Mitteln der Bingo-Stiftung

durch Bezuschussung seitens der Gemeinde Dötlingen

durch Eigenleistung von Freunden der Dötlingen Stiftung

durch Sponsoren.

Die Dötlingen Stiftung bedankt sich herzlich bei allen Spendern, Förderern, ehrenamtlichen Helfern und Freunden für ihr großes Engagement. Ohne diese Unterstützung wäre der Erhalt und Wiederaufbau des historisch bedeutsamen und ortsbildprägenden Gebäudes nicht möglich gewesen!

 

 
 © Dötlingen Stiftung 2017