Müller vom Siel Kate

Seit Januar 2013 ist die „Dötlingen Stiftung“ Eigentümerin der ersten Malschule des berühmten Dötlinger Künstlers Georg Bernhard Müller vom Siel.

 

Es handelt sich bei dem denkmalgeschützten Fachwerkgebäude um eine Bauernkate des Altenteilerhofs Volkmann aus dem Jahr 1887.

 

In den Jahren 1896 bis 1897 lebte Georg Bernhard Müller vom Siel in der Kate und baute von hier aus seine Malschule für Bremer Künstlerinnen auf.

 

Dieses Gebäude wurde in die Liste der erhaltenswerten baulichen Anlagen in Dötlingen aufgenommen. Es wurde später zeitweise als Stall- und Wirtschaftsgebäude genutzt, jedoch die Spuren einer ehemaligen Malschule sind noch vorhanden.

 

Nach zweijähriger grundlegender Restaurierung konnte das Gebäude wieder in einen für kulturelle Zwecke nutzbaren Zustand versetzt werden. Unterstützt wurde Die Dötlingen Stiftung dabei durch die Gemeinde Dötlingen, die das Grundstück zur Verfügung stellte, durch private Spenden, durch erhebliche Eigenleistung von Freunden der Dötlingen Stiftung, durch Sponsoren und durch die Bingo-Stiftung.

 

Mit dem Umbau des denkmalgeschützten Gebäudes wurde der ursprüngliche, historisch belegte Zustand als Künstlerhaus wiederhergestellt. In dem Haus können Künstler für einen zeitlich begrenzten Zeitraum leben und arbeiten. Am 25. April 2015 eröffnete die Dötlingen Stiftung im Rahmen einer Feierstunde die Müller-vom-Siel-Kate.

  

Vor dem Gebäude hat ein "Dötlinger Urgestein" einen angemessenen Platz im Dorf (wieder-)gefunden. Es handelt sich um einen 5,3 Tonnen schweren Findling aus der Saale-Eiszeit, der vor 25 Jahren am Geveshauser Kirchweg "aus dem Boden gewachsen" ist. Der Huder Künstler Wolf E. Schultz hat ihn an Ort und Stelle zu einem Brunnenstein bearbeitet. Zwischenzeitlich hatte er eine Bleibe am Wohnort des Künstlers, doch jetzt kehrte er als Dauerleihgabe zurück nach Dötlingen und wurde im Rahmen des Festaktes enthüllt.

 

Seit ihrer Eröffnung wurde die Müller-vom-Siel-Kate durch das ehrenamtliche Engagement des Vorstands ununterbrochen für die Vorhaben als Malschule, als vorübergehende Herberge und Arbeitsraum für auswärtige Künstler*innen sowie Kunststudierende, als Ausstellungsraum für Dötlinger Kunstschaffende, zur Präsentation von Bildern und Skulpturen regionaler Kunstschaffender und für Lesungen und musikalische Beiträge örtlicher Künstler genutzt:

 

Das Erdgeschoss:

 

Straßenseitig ist im Innenraum ein geräumiges Atelier / Galerie entstanden. Im hinteren ehemaligen Wohntrakt sind eine Küche sowie ein Sanitärbereich eingerichtet worden.

 

Das Obergeschoss:

 

Um das Gebäude auch vorübergehend für Kunst schaffende Gäste als Herberge anbieten zu können, wurde das Obergeschoß entsprechend ausgebaut. Durch den Einbau einer offenen Galerie wurde Platz für einen kleinen Schlafraum mit Duschbad geschaffen.Durch diese Einrichtung erhofft sich der Projektträger wichtige nachhaltige Impulse für den Tourismus und die Weiterentwicklung von Kunst und Kultur in Dötlingen.

 

Die Dötlingen Stiftung bedankt sich herzlich bei allen Spendern, Förderern, ehrenamtlichen Helfern und Freunden für ihr großes Engagement. Ohne diese Unterstützung wäre der Erhalt und Wiederaufbau des historisch bedeutsamen und ortsbildprägenden Gebäudes nicht möglich gewesen!